Stichwort, Schlagwort, Anstoß, Stromschlag, Stoßzeiten, schlagkräftiges Argument, … und da will mir noch jemand weis machen, dass das alles in Ordnung ist und deutsches Wortgut gerettet werden soll? Ja! Richtig so. Deutschland ist ein Land der gespielten Elegance. Der fiktiven Freundlichkeit. Des inszenierten Wohlwollens. Schon mal die Zeit genommen, ins Eiscafé an die Straße gesetzt und den Leuten beim Vorbeihasten, bummeln, einkaufen etc. beobachtet? Diesen typischen Anzug-tragenden-Vertreter, der geschäftig mit dem Mobiltelefon am Ohr kleine Kinder anrempelt, sich an fußlahmen Omis vorbeischlängelt um dann völlig entnervt an der roten Fußgängerampel zum Halten gezwungen wird? Oder die genervte Hausfrau, Kinderwagen schiebend, darin liegend ein zahnendes kreischendes Windelbündelchen. An der rechten Hand den kleinen Lockenkopf, der sich im Kindergarten im Gerangel ein Zahn ausgeschlagen hat und nun seid gefühlten Stunden jammert, dass er ein Eis mag. In der linken Hand die zwei zum bersten verurteilten Plastiktüten mit Lebensmitteln. Sie ist entnervt. Kurz vorm platzen. Und dann hört sie plötzlich eine Stimme hinter sich. “Giselaaa, du auch hier?” Kurz umgeschaut. “Ach, Helga, ist das aber schön, dich wiederzutreffen. Gut schaust du aus.” “Oh, und du erst mal. Ach nein, wie niedlich!” Kopf in den Kinderwagen gesteckt “gutsi gutsi gutsi” und dem Lockenkopf kurz durchs Haar gewuschelt und in die Wange gekniffen. Vergessen ist ihre Frustration und Genervtheit. Ist sie das? Nein. Kurz überspielt. Überschminkt wie ein riesig leuchtender Pickel am Kinn. Man will ja schließlich nicht durch seine missmutige Haltung auffallen. Heuchler. Alles Heuchler. Spätestens wenn Helga weitergegangen ist, kann die Fassade wieder fallen gelassen werden. Warum machen Menschen das? Warum sagt Gisela nicht einfach “Hallo, du das ist ja lieb, dass ich dich treffe. Aber die kleine bekommt Zähne und hat in die Windel geschissen, die Tüten sind sau-schwer und Tom bekommt gleich ´n Zuckerschock, wenn ich nicht sofort ein Eis kaufe. Bis später, ich ruf dich dann vielleicht irgendwann an!” Fertig. Ganz einfach. Alles erklärt. Niemanden etwas vorgespielt und sich auch nicht selbst belogen. Einfach mal mit der Faust auf den Tisch hauen. Klartext reden. Kein Wischi-Waschi. Kein drum herum reden. Worte gezielt benutzen. Sie einsetzen und auch so meinen. Und wenn ich “ficken” sagen will, dann sage ich es. Denn es gibt dieses Wort, weil es eine Handlung beschreibt. Warum sollte man es dann nicht auch nutzen? Millionen von Menschen tun es. Sie ficken. Warum dann ewig um den heißen Brei rumreden? Deutsches Wortgut muss gerettet werden. Allein schon wegen “SCHLAGwort” und “STOßzeiten”. *lächelt*
Meiner Mami alles alles Liebe zum Muttertag, obwohl ich bezweifle, dass sie jemals meinen Blog lesen wird. Was ich insgeheim auch hoffe, wenn ich an die Einträge vor diversen Monaten denke … ^^
Allen anderen Mamis, die diese Zeilen lesen, wünsche ich eine wunderschöne Zeit mit ihren Kindern. Ob klein, ob groß, ob dick, ob dünn. Ich weiß, ihr liebt sie, für das, was sie sind. Und das ist gut so. Seid stolz auf euch. Auf eure Geduld, die oftmals auf die Probe gestellt wird. Auf eure Ausdauer, die des öfteren strapaziert wird. Auf eure Ruhe, die Halt gibt, selbst wenn alles um euch herum einzustürzen droht. Auf eure Zuneigung und eure Liebe, die ihr selbstverständlich schenkt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Mamis … ihr seid spitze!
Ich habe es gewagt. Den Spiegel vor mein Gesicht gehalten zu bekommen und hinein zu sehen. Fehler zu erkennen. Schwächen zu registrieren. Aber auch die eigene Schönheit zu betrachten. Schöhnheit im Herzen. Den Willen und den Wunsch glücklich zu werden. Konfrontation mit dem eigenen Ich. Für manch Einen ein gar unmögliches Ding. Wer sagt schon gerne zu sich “Du hast diesen Menschen falsch behandelt und ihm damit geschadet!” ? Es wäre der gleiche Zustand wie sich mitten in der Einkaufspassage nackt vor die Schaufenster zu stellen. Den argwöhnischen Blicken, ja vielleicht sogar dem dummen Spott anderer, ausgesetzt zu sein. Wehrlos. Schutzlos. Nackt in Körper und Seele. Niemand macht so etwas freiwillig. Und das ist der Punkt, der dumm ist. Naiv. Selbstschützend. Wir müssen uns nackt machen. Vor allem vor uns selbst. Um zu erkennen, wer wir sind. Was unser Wesen ausmacht. Wie schön wir sind. Uns zu aller erst mit der eigenen Person zu beschäftigen um dann auch anderen eine Freude zu sein. Öffnet die Augen und seht hinein. Hinein in den Spiegel, der anfänglich Schmerzen verursacht. Aber aus Schmerz wird Freude und Zuversicht, Zufriedenheit und Glück. Ich liebe mich.
du wirst wissen, dass ich dich meine. weil du hinter mir herschnüffelst. weil du gekränkt bist. weil dein ego angekratzt ist. weil du kein rückrat hast. weil du armseelig bist. dein stolz gebrochen.
ich habe es geschafft. ich kann mich noch im spiegel ansehen. musste keine souveniers sammeln, um besser vor mir selbst dar zu stehen. ich bin gewachsen. aus dem sumpf, den du um mich gebaut hast. mir immer das gefühl gegeben hast ein Nichts zu sein. unwürdig. hässlich, nicht begehrenswert.
es tut nicht mehr weh. deine worte prallen ab. ich habe es nicht mehr nötig deinen aggressionen paroli zu bieten. es trifft mich nicht mehr. weil du mich nicht mehr triffst.
lies das und denke darüber nach ob du dich weiterhin in mein leben einmischen willst / musst.
Wie leicht sich diese Sätze aussprechen. Wie einfach sie einem über die Lippen gehen, wenn man verletzt wurde. Im Innersten derart gekränkt wurde, dass man sich die betreffende Person fortwünscht. Sie aus dem eigenem Leben wegsterben lässt. Trauer und Kummer herauf beschwört. Durch schweigen die eigene verzerrte Wahrheit in die Realität projeziert und sie zur Wahrheit werden gelassen. Nicht miteinander zu sprechen. Sich anzuschweigen mit schreienden Vorwürfen. Tiefe Wunden von einem unbewaffneten Kampf davon tragen. Sprecht miteinander! Dinge, die in euren Köpfen umher schwirren. Worte, die danach drängen über die Lippen zu kommen. Enttäuschung kann nur dann groß werden, wenn man sie gewähren lässt. Wenn man ihr Spielraum schenkt. Ja ihr geradezu Freiraum gibt um sich zu entfalten. Schwer ist der Schritt um seinen Schatten zu überwinden. Einfach wird es sein zurück zu blicken, wenn die Sonne in dein Gesicht scheint.
Mein Auto, 90er Defender, Bj. 07 … ich hasse es. Hier kann ich´s ja sagen, denn es hört mich nicht. Ist mal wieder in der Werkstatt. Wassereinbruch, gebrochene Achse, Kupplung defekt, Stoßdämpfer in Luft aufgelöst, klappernde Scheiben, Rost, abblätternde Farbe, schleifendes Gas etc … das Schlimmste an der ganzen Geschichte kommt aber noch. Ich habe das Biest geleast.
Blöder wie ich kann man nicht sein. Oder doch … da gibt es noch einen!