Ein geliebter Mensch sagte mir einmal, es gäbe keine Arschlöcher, sondern nur Menschen, mit denen es schwer ist auszukommen. Ich glaub das nicht. Warum gibt es dann in Wikipedia eine Rubrik dafür? Warum findet google.de binnen 0,4 sec geschätzte 2.2 Mio Einträge? Es gibt Filme über ein kleines Arschloch. Es gibt Shops, die T-Shirts mit ähnlich gearteten Aufdrucken verkaufen. Es gibt Zeitschriftenverlage die Milliarden mit Ärschen in Printmedien-kompatibler Form verdienen. Auf einer Seite las ich vor kurzem:
„Der Homo Anus oder auch Arschloch genannt ist eine Unter- oder eher eine Abart des uns bekannten Homo Sapiens, also des Menschens. Geplagt von Minderwertigkeitskomplexen, Selbstüberschätzung oder einfach aus Böswilligkeit und Arroganz können einen diese pussierlichen Wesen in den Wahnsinn treiben. Aber denkt bitte immer daran, diese armen Wesen können nichts dafür, sie wurden einfach mit einem verkorksten Gen geboren, dem A-Gen. Also nicht drüber aufregen, sondern drüber schreiben, hilft auch und ist wesentlich besser für die Gesundheit. Außerdem werdet Ihr sehen, daß Ihr nicht das einzige Opfer dieser angriffslustigen Primaten seid… Und vergesst nicht: Hinter jeder ach so glatten Visage kann ein Arsch stecken…“
Es MUSS also Arschlöcher geben. Und ich habe den Beweis. Heute habe ich einem Wesen dieser Spezies knappe zwei Stunden, gefühlt waren es sicherlich 8, gegenüber gesessen. Seine Arroganz und Selbstliebe schwängerten die Luft. Man konnte sie förmlich in Stücke schneiden und ähnlich den kleinen Steinchen von der Berliner Mauer in Plastiktütchen verpacken und zu unverschämten Preisen an sozial Benachteiligte als unglaublich wichtiges und lebensnotwendiges Kulturgut verkaufen. Sinn und Zweck des Zusammentreffens mit diesem gesellschaftlichen Primaten war Konfliktlösung. Alles, was erwirkt wurde, war Kopfschmerzen meinerseits und gesteigerte Arroganz seinerseits. Ergo … Mit ihm war es nicht nur nicht einfach auszukommen, er war und ist schlicht und ergreifend ein Arschloch. Aber ich lasse ihn in dem Glauben meine Belange gedämpft zu haben und dass ich „ruhig gestellt“ sei. Nun heisst es Füße still halten, freundlich lächeln und „arbeiten“. Ich kenne mein Ziel und werde es erreichen. Gerade weil es Arschlöcher gibt, die es mir nicht gönnen und erst recht nicht zutrauen.