Irgendetwas stimmt nicht. Seit dem Tag, an dem ich liebevoll über das Übel von Rohkostverzehr nach 14 Uhr aufgeklärt wurde, stimmt was nicht. Es grummelt und blubbert, wabert und gluggert. Aber nischt tut sich. Es ist nichts mehr zum Gären und Verfaulen in meinem Magen und dennoch ist das Ergebnis meines Porzellanbesuchs niederschmetternd. Kaum erwähnenswert. Minimalistisch tangierend.
Montag geh ich zum Arzt. Ich lasse den TÜV machen. Alles, was Mensch sich vorstellen kann. Alles, was man extrahieren, invertieren, ablassen und observieren kann, wird durchgeführt. Kann ja nicht angehen, dass ich in meinem zarten Alter durch die Gegend krieche. Mich von lustigen violetten Pillen und Tropfen ernähre, die wie eine bereits vorgekeimte Kartoffel schmecken. Ich hatte auch schon welche, die nach Waschpulver und Benzingemisch schmeckten. Habe ich aber selbst abgesetzt. Lieber kaue ich auf einer Filzpantoffel eines schweißfüßigen Almödis, als noch einen Tag länger dieses gräußliche Zeugs zu schlucken.
Die innere Einstellung machts! Seit dem Tag, an dem das Glück an meine Tür klopfte, geht alles besser. Viel besser. Entweder ist`s der extrem verwirrte Hormonspiegel oder doch die innere Einstellung. Who knows? Der Doc wird mir schon sagen, was Fakt ist.
Merke: Dringend die Geschäftsbedingungen meiner Krankenversicherung lesen um nicht in den Genuss der Beitragserhöhung zu kommen oder schlimmer noch, gekündigt zu werden aufgrund „übermäßig stark betroffene praedemenziale Risikogruppe“. Ich werde dann mal wieder die Porzellanabteilung aufsuchen und mein Glück in den Weiten des Abwasserkanalsystems suchen bzw. die verdauten Reste meines Glücks in eben jenen Gefilden deponieren. Ansonsten seh ich nur noch einen Ausweg …
selten derart gehörgangfreundliche exkrement-poesie gelesen. direkt inspirierend. ich geh auch gleich mal verdaute reste deponieren.
c u
gut Schiss, oder wie sagt man in der Proktologie?